Unser Häs

Bei der Suche nach einer Narrenfigur für die Zunft bot sich die historische Begebenheit, dass um das Jahr 1700 im hinteren Nordrachtal eine Glasfabrik betrieben wurde, besonders an. So kam man auf ein „Glasmännlein“, den „Glashansel“. Darstellen soll die Figur den Mann, der die Produkte der Glasfabrik als Hausierer verkaufte.

Die Schuhe des Glashansels sind derbe Holzschuhe aus naturfarbenem Oberleder. In den Schuhen werden die aus grober, naturfarbener Schafwolle handgestrickten Socken getragen. Die Hose aus schwarzem „Manchester“ ist an den Beinen eng geschnitten. Das Oberteil des Häs ist ein weit geschnittener Umhang mit Ärmeln aus grauem Loden. An der Vorderseite sind runde Plättchen aus Granulat geschmolzen- mit Gliederkettchen angenäht. Auf dem Rücken ist ein rundes Stoffbild zu sehen, – es zeigt einen Glasbläser bei der Arbeit. Die Kopfbedeckung, eine aus blauer Schafwolle gestrickte Mütze mit zwei Zipfeln, gibt nur das Gesicht frei und hat einen bis zur Schulter reichenden Tellerkragen. An ihm sind recht und links an der Schulter je drei Schellen, dazwischen abwechselnd Granulatplättchen und Miniaturfläschchen aus Glas angenäht. Die Maske, eine handgeschnitzte Holzmaske, hat einen verschmitzten, lustigen Gesichtsausdruck. In der Hand trägt der Glashansel einen geschälten Stecken – mit dem Wurzelstock nach oben. An den Wurzelenden sind 4 Schellen befestigt.

 

An der endgültigen Gestaltung dieses Häses war das aktive Gründungsmitglied Brigitte Gießler maßgeblich beteiligt. Sie war auch erste Häsmeisterin der seit 1978 existierenden Glashanselgruppe.